Kommt die Herrschaft der Asozialen?

Es gibt noch Probleme in Deutschland. Sie haben es noch nicht geschafft, das Grundgesetz abzuschaffen. Das Grundgesetz ist nämlich gut und schützt die Menschen. Aber die Gier versucht es nun indirekt. Es muss eine Gruppe von Menschen geben, die einen Masterplan erschaffen haben. Dieser lautet, wir wollen die Welt beherrschen und Demokratien sind da nur im Weg und alles, was Orientierung gibt auch.

Wenn ich die Medien richtig verstanden habe, dann haben wir miterlebt, dass der Kindesmissbrauch in Teilen der katholischen Kirche, an Eliteschulen unseres Landes und an vielen anderen geschützten Orten gang und gäbe war. Damit ist die Orientierung und das Vertrauen weg an die Werte, die diese Organisationen vermitteln.

Parallel dazu wurde die systematische Zerstörung unserer Gesellschaft vorangetrieben. Dazu möchte ich folgende Gedanken vorstellen: Eine Gesellschaft definiert sich durch gemeinsame Werte, die von allen angenommen werden müssen, die dazu gehören. Diese Werte waren unter anderem früher in Deutschland, dass es eine Absicherung bei Alter, Krankheit und Arbeitslosigkeit gab und dass es darüber hinaus Grenzen beim Umgang mit Menschen gab.

Dann haben wir in den 90er Jahren den Ausverkauf der DDR miterlebt und danach den Versuch, alles abzuschaffen, was gemeinsam und gut war wie Schutz bei Alter, Krankheit und Arbeitslosigkeit. Davon profitieren aber nicht die Betroffenen sondern die, die so viel Geld haben, dass sie dies alles bezahlen können und die damit Geschäfte machen wollen. Das Hauptargument war die fehlende Wettbewerbsfähigkeit gepaart mit dem Hinweis, wir könnten uns das nicht erlauben. Das ist natürlich alles Quatsch, weil man nur hätte umverteilen müssen. Aber da ging es den Deutschen ja noch sehr gut.

Dann kam der erste Einschnitt und die Rentner erhielten Abzüge, nicht die Beamten. Dann kam der zweite Einschnitt und die jüngeren Menschen sollten länger arbeiten und weniger dafür erhalten. Im Moment will die EU sogar, dass automatisch länger gearbeitet wird, wenn weniger junge Menschen da sind. Das ist ein interessantes Denken. Damit alles so bleibt wie es ist, sollen die Jüngeren immer mehr belastet werden. Vielleicht wäre es richtiger neu zu denken und ein neues System zu erstellen. Es wäre ganz einfach. Ein System für alle, also keine Sonderregelungen für Beamte und Politiker sondern klare Verhältnisse. Wieso kann zum Beispiel ein Beamter, der nie eingezahlt hat, mehr als Pension erhalten als ein Arbeitnehmer, der 40 Jahre den Höchstsatz eingezahlt hat? Und wieso erhalten Politiker nach acht Jahren höhere Pensionsansprüche als alle anderen? Diese Verwerfungen müssten dann natürlich abgeschafft werden, d.h. es gibt eine maximale Grenze für Pensionen von ca. 2000 Euro und Politiker erhalten nur so viel wie sie eingezahlt haben. Diese Schritte würden uns echt entlasten und wären ehrlich gegenüber den echten Arbeitnehmern. Fairer wäre es aber, wenn alle einzahlen würden und alle gleich behandelt würden. Doch so viel Fairneß ist noch nicht höchstrichterlich beschlossen. Man hat zwar gesagt, dass Pensionen und Renten gleich behandelt werden müssen und deshalb alle Renten auch besteuert werden müssen, aber niemand hat bisher im Umkehrschluß gesagt, dass dann die Höhe der Pensionen auch nicht höher sein darf als die bei den Renten und dies erst gilt, wenn Beamte für Pensionen ebenfalls einzahlen müssen. Ist schon seltsam was alles gleich ist – oder?!

Doch zurück zum Masterplan. Offenbar gab es zu viele Widerstände, um die vollständige Asozialisierung der europäischen Gesellschaft seit dem Jahr 2000 herbeizuführen. So haben die Banken als Wortführer des Kapitals eine neue Strategie entwickelt. Sie pokerten um jeden Preis und waren sich sicher, dass sie ihre Risiken nicht selbst tragen müssen. Dies führte dazu, dass Frau Merkel, die nur Bundeskanzlerin ist, zusammen mit Herrn Steinbrück vor die Frage gestellt wurden, sollen einige Banken pleite gehen oder nicht. Aus lauter Angst vor den Folgen entschlossen sich Frau Merkel und Herr Steinbrück, dies alles dem deutschen Steuerzahler aufzubürden. Das war ein gefundenes Fressen für die Banken. Sie gingen im Kanzleramt ein und aus und merkten, sie konnten tun und lassen, was sie wollten, die Politiker trauten sich nicht. So konnte man ganz gelassen die zweite Stufe der Zockerei einleiten und das erste Opfer wurde Griechenland. Damit hatte der Masterplan Erfolg.

Ich glaube,  dass Frau Merkel und Herr Steinbrück in eine Situation gebracht wurden, die sie so entscheiden ließ. Hätten sie sich anders entschieden, hätten alle ihnen die Schuld gegeben für Dinge, die gar nicht in ihrer Verantwortung lagen. Rückblickend sieht man jetzt aber auch, dass der Markt gar nichts regelt sondern geregelt werden muß und zwar von der Politik. Das ist die neue Herausforderung für Frau Merkel und Herrn Schäuble. Da kann Deutschland dieselbe Vorreiterrolle spielen wie bei den Bürgschaften.

Wenn ich jetzt schlecht weiterdenke, dann komme ich zu folgenden Gedanken: Aus Angst vor den Wählern trauten sich die Politiker vorher nicht, all die sozialen Strukturen, die ihr Land zusammenhielten, zu zerstören. Nachdem dieselben Politiker jetzt aber die Staatsverschuldung ihrer Staaten bis an die Grenze des Bankrotts getrieben hatten, wurden nunmehr die Gesetze beschlossen, die alles zerstörten, was Demokratie und soziales Leben ausmacht. Aus ihrem Denken heraus kamen sie nicht drumherum die Pensionen zu kürzen und auch die Renten, sie kürzten die Gelder für die Arbeitslosen und sie deregulierten alles, was den Menschen soziale Sicherheit gab.

Wenn ich jetzt gut weiterdenke, dann komme ich zu anderen Gedanken: Sie hätten natürlich auch die Banken per Gesetz zwingen können, riskante Geschäfte zu unterlassen, Steuern für Transaktionen zu zahlen und einen wesentlichen Beitrag von 1000 Milliarden (also hundert Milliarden pro Jahr) innerhalb von zehn Jahren für die Gesundung unseres Gemeinwesens zu zahlen. Dann wären die Banken immer noch nicht pleite, nur die Gewinne wären überschaubar  geblieben und die Banken, die überwiegend nur noch leben, weil die Politik sie gerettet  hatte, hätten nunmehr ihren Teil zur Gesundung unseres Gemeinwesens beigetragen. Daran wäre nichts schlimm gewesen und die Menschen hätten wieder Perspektiven gehabt, ebenso wie die Demokratie.

Fazit: Die Weltgeschichte wird spannend in unserer Region. Wenn man in die Geschichte schaut, dann gibt es ähnliche Phasen. Immer wenn die Gier die Gesetze bestimmte, kam es zu Folgen unter denen natürlich Arme und Reiche zu leiden hatten. Das könnte man vermeiden – zumindest heutzutage.

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.