Spiegel und Stern – die Oberschicht unter sich

Da habe ich diese Woche doch mal Spiegel und Stern gelesen. Und ich war sehr desillusioniert. Die herrschende Klasse und die Oberschicht unter sich. Dann sollen sie auch unter sich bleiben…

Warum?

Im Stern werden Limonadenmacher beschrieben, die mit ihrem Projekt auch etwas Gutes tun wollen. Sie sind teurer aber geben davon 5 Cent für Projekte ab in ihre Stiftung. Ein Schelm, wer dabei an eine Homestory denkt…

Oder ein Herausgeber des Stern, Herr Jörges, äußert sich zum Thema Volksabstimmungen nach dem Brexit. Das paßt ihm gar nicht.

So geht es weiter.

Und im Spiegel?

Da gibt es neben der Agentenstory u.a. einen Text von einem Herrn Nakschbandi, der nach 25 Jahren zurückkommt nach Solingen, wo er sein Abitur gemacht hat, und dort auf der Feier begrüßt wird in Richtung, da kommt ja unser Muslim.

Was er macht und wer er ist steht steht in der wikipedia.

Bei dem Elternhaus und den Möglichkeiten landet man dann auch als Autor im Spiegel. Die feinen Leute unter sich und jetzt ist er sauer und meckert über die AFD.

In beiden Magazinen ist nicht ein Wort darüber zu finden, daß es eine Sauerei ist, wenn arbeitslos gewordene Inländer materiell mit Asylanten gleichgestellt werden. Das erzeugt Hass, weil der, der hier Teil des Staates ist als Staatsbürger und jahrelang in die Sozialsysteme eingezahlt hat, plötzlich sozial-materiell mit einem Schutzsuchenden gleichgesetzt wird. Da liegt die wirkliche Antwort, wenn man etwas ändern will.

Seltsamerweise hat spiegel.de da mal eine Kolumne von Herrn Fleischhauer gebracht, die genau das auf den Punkt brachte. Es ist sogar bei spon bekannt und natürlich im Parlament. Ergo ist der Hass politisch gewollt, anders kann ich mir das nicht erklären.

Das hat sich aber wohl nicht durchgesetzt.

Ich denke mittlerweile, nach den ganzen Vorfällen mit Muslimen und Füchtlingen kam nicht das große Erwachen sondern nun dominiert wieder die mentale Abschottung. Das wird bestimmt noch schlimmer.

Entbehrt aber auch nicht einer gewissen Logik. Denn wer bis zu 2000 Euro netto verdient, kann sich kaum noch jede Woche diese Magazine leisten. Also schreiben die Journalisten dort über die, die sie kennen, woher sie selbst stammen und was deren Lesern lesen wollen.

So findet die Oberschicht in Stern und Spiegel das, was sie zur Selbstbestätigung brauchen. Insofern ist alles so geblieben wie es war.

Ich weiß nun aber, daß ich dort bei solchen Beispielen kaum bis nichts finde für Staatsbürger, für die Deutschland in erster Linie das Land der Deutschen bleiben soll und Ausländer hier Gäste sind und Asylsuchende keine den Deutschen/Inländern sozial Gleichgestellte.

Doch so wunderbar das Wissen und das Wollen sind, so wenig haben sie Macht über das Geschehen. Das geschieht bei Wahlen und Volksabstimmungen.

Und um den Kreis in diesem Artikel zu schließen. Die Arbeitslosen (also die, die vorher sozialversichert gearbeitet haben), können sich die Limonade nicht kaufen, um etwas Gutes zu tun, solange dieser Staat diesen Menschen so viel Schlechtes antut.

 

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